Tooth Gems: Probleme & Lösungen

Probleme beim Anbringen von Tooth Gems? Hier findest du praktische Lösungen für häufige Probleme mit Haftung, Anwendung, Materialien und Aushärtung.

Die passende Tooth Gem Größe hängt von Größe und Form des Zahns, der gewünschten Optik und der Position des Kristalls ab.

Für runde Tooth Gems verwenden wir bei X-treme Smile folgende praktische Größeneinteilung:

  • XXS – SS2: ca. 0,90–1,00 mm
  • XS – SS3: ca. 1,00–1,30 mm
  • S – SS4: ca. 1,30–1,60 mm
  • M – SS5: ca. 1,60–1,80 mm
  • L – SS6: ca. 1,80–2,10 mm
  • XL – SS7: ca. 2,10–2,30 mm

Warum geben wir einen Größenbereich an?

SS2, SS3, SS4 usw. sind standardisierte Größenbezeichnungen, trotzdem hat nicht jeder einzelne Kristall exakt denselben Durchmesser.

Kleine Abweichungen können durch Marke, Hersteller, Schliff, Facettierung, Material, Produktionstoleranzen und unterschiedliche Produktserien entstehen.

Ein SS5 einer Marke kann deshalb minimal größer oder kleiner ausfallen als ein SS5 eines anderen Herstellers. Bei so kleinen geschliffenen Steinen sind geringe Unterschiede völlig normal.

Deshalb nennen wir bewusst einen ungefähren Größenbereich und kombinieren ihn mit den verständlicheren Größen XXS bis XL.

Warum verwenden wir XXS bis XL?

Die SS-Bezeichnungen stammen ursprünglich aus der Kristall- und Schmuckbranche und sind für Kunden häufig schwer einzuschätzen. Mit XXS, XS, S, M, L und XL lässt sich wesentlich leichter vermitteln, wie groß ein Tooth Gem ungefähr wirkt.

XXS und XS sorgen für einen sehr dezenten Sparkle und eignen sich besonders gut für Designs mit mehreren Steinen.

S und M sind beliebte Allround-Größen.

L und XL wirken deutlich auffälliger.

Dieselbe Größe kann je nach Zahn völlig unterschiedlich wirken. Außerdem sollten Biss und Position berücksichtigt werden. Je größer ein Tooth Gem ist, desto größer ist die Fläche, die beim Abbeißen oder Kauen getroffen werden kann. Dadurch kann ein größerer Stein beispielsweise durch hartes Obst, Karotten oder knusprige Brötchen stärker mechanisch belastet werden.

Die angegebenen Größen gelten als Richtwerte für runde Tooth Gems. Herzen, Sterne, Tropfen, goldener Zahnschmuck und andere Formen werden anders vermessen und lassen sich nicht immer direkt über SS-Größen vergleichen.

Ja. Wenn du mit dem BLINQ Tooth-Gem-Bondingsystem arbeitest, empfehlen wir, alle drei Schritte in der richtigen Reihenfolge anzuwenden. Die Produkte bilden gemeinsam ein System und jeder Schritt erfüllt eine eigene Funktion.

Schritt 1 – BLINQ Blue Etch

Blue Etch bereitet den Zahnschmelz auf die Haftung vor. Die Säure verändert die Oberfläche des Zahnschmelzes mikroskopisch, sodass das Bondingsystem zuverlässig haften kann.

Etch muss sorgfältig und entsprechend dem Protokoll angewendet werden. Es gehört ausschließlich auf den Bereich des Zahnschmelzes, auf dem der Tooth Gem befestigt werden soll. Eine falsche Anwendung, eine falsche Einwirkzeit oder Kontakt mit dem Zahnfleisch kann das Zahnfleisch reizen oder schädigen und den Zahnschmelz unnötig beeinträchtigen.

Mehr Etch oder eine längere Einwirkzeit bedeutet deshalb nicht automatisch eine bessere Haftung.

Schritt 2 – BLINQ Primer

Nach dem Ätzen wird BLINQ Primer aufgetragen. Der Primer bildet eine wichtige Verbindung zwischen der vorbereiteten Zahnoberfläche und der folgenden Bondingschicht.

Wird dieser Schritt ausgelassen, kann die Qualität und Vorhersagbarkeit der Haftung beeinträchtigt werden.

Schritt 3 – BLINQ Glue

Mit BLINQ Glue wird der Tooth Gem befestigt. Nachdem das Schmuckstück korrekt positioniert wurde, wird das Material mit einer geeigneten Polymerisationslampe ausgehärtet.

Auch die abschließende Verarbeitung ist wichtig. Es muss ausreichend Bondingmaterial für eine sichere Befestigung vorhanden sein, unnötig dicke Ränder und überschüssiges Material sollten jedoch vermieden werden.

Kann ich einen Schritt weglassen?

Beim BLINQ-System raten wir davon ab. Blue Etch, Primer und Glue erfüllen jeweils eine eigene Funktion und sind für die aufeinanderfolgende Anwendung vorgesehen.

Andere professionelle dentale Bondingsysteme können ein anderes Protokoll verwenden. Befolge deshalb immer die Vorgaben des jeweiligen Systems und kombiniere nicht beliebig Produkte aus unterschiedlichen Systemen.

Die richtige Lagerung von Tooth Gem Bonding Produkten ist wichtig für Funktion und Haltbarkeit des 3-Stufen-Bondingsystems von BlinQ*. BlinQ* Blue Etch, Primer und Glue müssen vor Wärme, Licht und Verunreinigungen geschützt werden.

Auf jedem Produktetikett befindet sich ein Thermometersymbol mit dem zulässigen Temperaturbereich für die Lagerung. Halte diesen Bereich immer ein. Besonders im Sommer ist dies wichtig, da die Temperaturen in einem Studio oder Behandlungsraum deutlich ansteigen können.

Arbeitest du mit Tooth Gems außerhalb des Studios, zum Beispiel auf einem Festival, Event oder einer anderen Außenlocation, solltest du besonders auf Temperatur und Sonneneinstrahlung achten. Lasse die Produkte niemals in direkter Sonne, auf einer Fensterbank, in einem heißen Auto oder auf einer sonnigen Arbeitsfläche liegen.

Tooth Gem Bonding Produkte richtig lagern

  • Blue Etch, Primer und Glue innerhalb des Temperaturbereichs auf dem Etikett lagern;
  • Produkte in einem verschließbaren, lichtundurchlässigen Behälter aufbewahren;
  • jedes Produkt unmittelbar nach Gebrauch wieder verschließen;
  • Produkte nicht unnötig offen auf der Arbeitsfläche stehen lassen;
  • niemals direkter Sonneneinstrahlung aussetzen;
  • Produkte nicht in einem heißen Auto liegen lassen;
  • Primer und Glue besonders vor UV-Licht schützen;
  • saubere Applikationsmaterialien verwenden und Verunreinigungen vermeiden;
  • Haltbarkeitsdatum und Lagerhinweise auf dem Etikett beachten.

BlinQ* Blue Etch – Schritt 1

BlinQ* Blue Etch unmittelbar nach Gebrauch wieder verschließen. Eine benutzte Applikationsspitze nach der Behandlung entfernen und die Spritze mit dem vorgesehenen Verschluss aufbewahren. Blue Etch immer innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs und vor direkter Sonne geschützt lagern.

BlinQ Primer* – Schritt 2

BlinQ Primer reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen und UV-Licht.* Sonneneinstrahlung kann das Produkt beeinflussen und dazu führen, dass lichtempfindliche Bestandteile vorzeitig reagieren oder aushärten.

Deshalb verpacken wir unsere Primer in kleinen lichtundurchlässigen Beuteln, die UV-Strahlung blockieren. Bewahre den Primer möglichst in diesem Beutel auf, wenn du ihn nicht verwendest.

Nimm den Primer nur bei Bedarf aus der Schutzverpackung, verschließe ihn unmittelbar nach Gebrauch und lege ihn anschließend wieder in den lichtundurchlässigen Beutel. Lasse ihn nicht längere Zeit auf einer Arbeitsfläche, Fensterbank oder an einem anderen sonnigen Ort liegen.

BlinQ* Glue – Schritt 3

BlinQ* Glue ist ein lichthärtendes Produkt und muss deshalb besonders gut vor Licht geschützt werden. Tageslicht, direkte Sonne und das Licht einer Polymerisationslampe können das Produkt beeinflussen.

Glue unmittelbar nach Gebrauch verschließen und innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs in einem lichtundurchlässigen Behälter aufbewahren.

Die Lagerhinweise und der Temperaturbereich auf dem Produktetikett sind immer maßgeblich.

Wenn ein Tooth Gem nicht hält, bedeutet das nicht automatisch, dass der Kleber nicht funktioniert. Die Haltbarkeit hängt vom gesamten Ablauf der Anwendung ab: Reinigung, Ätzen, Primer, Bonding, Aushärtung, Position des Schmuckstücks und Biss des Kunden.

Wenn Tooth Gems regelmäßig zu schnell abgehen, sollte das vollständige Protokoll Schritt für Schritt überprüft werden.

1. Der Zahn wurde nicht richtig gereinigt oder vollständig trocken gehalten

Für eine zuverlässige Haftung muss die Zahnoberfläche sauber und wirklich trocken sein. Speichel, Feuchtigkeit, Plaque oder andere Verunreinigungen können die Haftung deutlich reduzieren.

Nach dem Ätzen, Entfernen des Ätzgels, Spülen und Trocknen sollte auf der behandelten Stelle eine frostig-weiße, matte Fläche sichtbar sein. Das ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Zahnschmelz korrekt vorbereitet wurde.

Ab diesem Moment muss die Oberfläche auch trocken bleiben.

Kommt nach dem Ätzen erneut Speichel auf die behandelte Stelle, zum Beispiel weil der Kunde weiter spricht oder mit der Zunge Speichel von der Rückseite der Zähne nach vorne drückt, ist die Oberfläche erneut kontaminiert. Dann solltest du den entsprechenden Vorbereitungsschritt gemäß Protokoll wiederholen, bevor du weitermachst.

Praktisch hilft es, den Kunden zu bitten:

  • die Zunge an den oberen Gaumen zu legen;
  • den Mund während dieses Teils der Behandlung ruhig zu halten;
  • nicht zu sprechen, bis der Tooth Gem positioniert und ausgehärtet ist.

Erkläre auch kurz warum: Speichelkontamination kann direkt beeinflussen, wie lange der Kristall hält. Kunden arbeiten meist besser mit, wenn sie verstehen, dass Sprechen oder Bewegen in dieser Phase die Haftung beeinträchtigen kann.

2. Blue Etch wurde nicht korrekt angewendet

Das Ätzen bereitet den Zahnschmelz auf die Haftung vor. Blue Etch sollte präzise auf der vorgesehenen Stelle aufgetragen und gemäß dem vorgeschriebenen Protokoll verwendet werden.

Nach der korrekten Einwirkzeit wird das Produkt entfernt, der Zahn gründlich gespült und anschließend getrocknet.

Eine korrekt geätzte Oberfläche sollte normalerweise frostig-weiß und matt aussehen.

Ist dieser Effekt nicht sichtbar oder wurde die Oberfläche durch Speichel erneut feucht, solltest du nicht einfach mit Primer und Glue weitermachen.

Längeres Ätzen oder mehr Blue Etch bedeutet nicht automatisch eine bessere Haftung. Halte dich immer an die vorgeschriebene Einwirkzeit.

3. Speichelkontamination nach dem Ätzen

Das ist eine der am häufigsten unterschätzten Ursachen dafür, dass Tooth Gems zu früh abgehen.

Ein Zahn kann perfekt geätzt sein, aber sobald erneut Speichel an die vorbereitete Oberfläche gelangt, kann die Haftung beeinträchtigt werden.

Das kann passieren, wenn:

  • der Kunde spricht;
  • die Zunge gegen die Rückseite der Zähne drückt;
  • Speichel nach vorne zwischen oder entlang der Zähne gelangt;
  • der Arbeitsbereich nicht ausreichend trocken gehalten wird.

Wenn das passiert, nicht einfach mit Primer und Glue fortfahren. Stelle die Vorbereitung entsprechend dem Protokoll wieder her, bevor du weiterarbeitest.

Ein Mundspreizer, gute Trockenlegung und klare Anweisungen an den Kunden machen hier einen großen Unterschied.

4. Primer wurde ausgelassen oder falsch angewendet

Primer bildet die Verbindung zwischen der vorbereiteten Zahnoberfläche und der Bondingschicht.

Wird dieser Schritt ausgelassen, falsch durchgeführt oder auf einer feuchten bzw. kontaminierten Oberfläche angewendet, kann die Haftung unzuverlässiger werden.

Wenn du mit dem BlinQ* System arbeitest, verwende Blue Etch, Primer und Glue in der richtigen Reihenfolge.

5. Es wurde zu wenig oder zu viel Bondingmaterial verwendet

Der Tooth Gem benötigt ausreichend Kontakt mit dem Bondingmaterial. Bei zu wenig Material kann die Haftfläche zu klein sein.

Mehr Glue ist aber nicht automatisch besser. Eine zu dicke oder unregelmäßige Schicht kann die Platzierung und das Finish erschweren.

Verwende ausreichend Material für eine sichere Befestigung und achte auf ein glattes, sauberes Finish rund um den Tooth Gem.

6. Das Bonding wurde nicht ausreichend ausgehärtet

Eine geeignete Polymerisationslampe ist entscheidend.

Achte auf:

  • ausreichende Lichtleistung;
  • richtigen Abstand zum Zahn;
  • den korrekten Winkel der Lampe;
  • ausreichende Aushärtungszeit;
  • genügend Licht rund um den Tooth Gem.

Eine Lampe mit zu geringer Leistung, schwachem Akku oder falscher Positionierung kann dazu führen, dass das Bonding nicht vollständig aushärtet.

7. Die Position des Tooth Gems ist ungünstig

Nicht jede Stelle auf jedem Zahn ist gleich gut geeignet.

Tooth Gems auf den Unterkieferzähnen halten beispielsweise häufig kürzer als auf den Oberkieferzähnen. Dort gibt es meist weniger Platz und mehr Kontakt mit den gegenüberliegenden Zähnen, der Zunge, Nahrung und Kaukräften.

Kontrolliere deshalb vor der Platzierung immer den Biss des Kunden.

8. Der Tooth Gem ist groß oder wird mechanisch stark belastet

Ein größerer oder stärker hervorstehender Tooth Gem wird beim Essen und Abbeißen leichter getroffen.

Zum Beispiel bei:

  • harten Äpfeln;
  • Karotten;
  • Baguette;
  • knusprigen Brötchen;
  • anderen harten oder knackigen Lebensmitteln.

Wird der Tooth Gem regelmäßig direkt belastet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich löst.

9. Die Zahnoberfläche ist nicht geeignet

Die zuverlässigsten Voraussetzungen für die Haftung bietet im Allgemeinen gesunder natürlicher Zahnschmelz.

Kronen, Veneers, Kompositrestaurationen oder beschädigter Zahnschmelz können anders auf das Bondingsystem reagieren.

Beurteile deshalb immer die tatsächliche Zahnoberfläche, bevor du den Schmuck platzierst.

10. Der Tooth Gem hat keine geeignete Klebefläche

Auch die Rückseite des Schmuckstücks spielt eine Rolle.

Nicht jeder beliebige Stein, Nail-Art-Kristall oder Dekorationsartikel ist automatisch für professionelles Tooth-Gem-Bonding geeignet.

Ein Tooth Gem sollte eine geeignete Oberfläche für professionelles Bonding besitzen.

11. Die Bondingprodukte wurden falsch gelagert

Blue Etch, Primer und Glue müssen korrekt gelagert werden.

Temperatur, UV-Licht und längere Sonneneinstrahlung können die Produkte beeinflussen.

Lagere sie innerhalb des auf dem Etikett angegebenen Temperaturbereichs und in einem verschlossenen, lichtundurchlässigen Behälter. Verschließe jedes Produkt unmittelbar nach Gebrauch.

12. Produkte verschiedener Systeme werden miteinander kombiniert

Ein professionelles Bondingsystem ist als vollständiges Protokoll entwickelt.

Das beliebige Kombinieren von Etch, Primer und Glue verschiedener Systeme kann zu weniger vorhersehbaren Ergebnissen führen.

Wenn du mit BlinQ* arbeitest, verwende Blue Etch, Primer und Glue gemeinsam gemäß dem BlinQ Protokoll*.

Meine Tooth Gems lösen sich immer wieder – was sollte ich kontrollieren?

Überprüfe systematisch:

Reinigung → Ätzen → frostig-weiße Oberfläche → vollständige Trockenhaltung → keine Speichelkontamination → Primer → Glue → Position → Aushärtung → Finish → Biss → Produktlagerung.

Besonders die Phase zwischen Ätzen und Bonding verdient viel Aufmerksamkeit. Eine perfekt vorbereitete Zahnoberfläche kann innerhalb weniger Sekunden erneut kontaminiert werden, wenn der Kunde spricht oder mit der Zunge Speichel zu den Zähnen drückt.

Bitte den Kunden deshalb ruhig darum, den Mund kurz stillzuhalten und die Zunge an den Gaumen zu legen. Das wirkt wie ein kleines Detail, kann aber einen deutlichen Unterschied für die Haltbarkeit des Tooth Gems machen.

Für die professionelle Anwendung von Tooth Gems brauchst du eine geeignete Polymerisationslampe für Tooth Gems. Verwende dafür eine professionelle dentale Polymerisationslampe, die zum verwendeten Bondingmaterial passt.

Eine korrekte Aushärtung ist entscheidend für die Haltbarkeit. Selbst wenn der Zahn richtig gereinigt, geätzt und vollständig trocken gehalten wurde und Primer sowie Glue korrekt aufgetragen wurden, kann eine unzureichende Aushärtung dazu führen, dass sich der Tooth Gem schneller löst.

Warum braucht man eine spezielle Polymerisationslampe?

Der Unterschied liegt nicht nur in der Farbe oder Wellenlänge des Lichts, sondern auch darin, wie das Licht auf das Bondingmaterial gerichtet wird.

Bei einer professionellen dentalen Polymerisationslampe wird das Licht über einen Lichtleiter auf eine kleine Behandlungsfläche konzentriert. Dadurch gelangt eine hohe Lichtmenge genau dorthin, wo das Bonding ausgehärtet werden muss.

Das unterscheidet sich deutlich von Lampen, die entwickelt wurden, um eine größere Fläche gleichzeitig zu beleuchten.

Worauf sollte man bei einer guten Polymerisationslampe achten?

Wichtig sind unter anderem:

  • eine zum Bondingmaterial passende Wellenlänge;
  • ausreichende Lichtintensität;
  • ein konzentrierter Lichtstrahl;
  • die vorgeschriebene Aushärtungszeit;
  • der richtige Abstand zum Bondingmaterial;
  • der korrekte Winkel der Lampe;
  • ein ausreichend geladener Akku;
  • ein sauberer Lichtleiter ohne ausgehärtete Bondingreste.

Befolge immer das Aushärtungsprotokoll des verwendeten Bondingsystems.

Kann ich eine UV- oder LED-Nagellampe verwenden?

Wir empfehlen keine UV- oder LED-Nagellampe für Tooth Gems.

Eine Nagellampe ist dafür entwickelt, Gel oder andere Nagelprodukte auf mehreren Nägeln gleichzeitig auszuhärten. Das Licht wird deshalb über eine relativ große Fläche verteilt.

Eine dentale Polymerisationslampe funktioniert anders. Das Licht wird über den Lichtleiter gezielt auf eine kleine Fläche konzentriert, genau dort, wo das dentale Bondingmaterial ausgehärtet werden soll.

Nur weil eine Nagellampe blaues oder UV-Licht abgibt, bedeutet das also nicht, dass das Bondingmaterial dieselbe effektive Lichtintensität erhält.

Auch Wellenlängenbereich und Aushärtungsleistung können von dem abweichen, was das dentale Bondingmaterial benötigt.

Kann ich meine Zahnaufhellungslampe verwenden?

Auch eine Zahnaufhellungslampe ist kein Ersatz für eine dentale Polymerisationslampe.

Eine Bleachinglampe ist dafür ausgelegt, einen großen Teil des Gebisses gleichzeitig zu beleuchten. Das Licht wird also auf mehrere Zähne und eine große Fläche verteilt.

Beim Tooth-Gem-Bonding braucht man das Gegenteil: konzentriertes Licht auf einer kleinen, präzisen Fläche.

Eine Bleachinglampe kann sehr hell und leistungsstark wirken, aber das bedeutet nicht, dass an der Bondingstelle dieselbe effektive Lichtintensität ankommt wie bei einer dentalen Polymerisationslampe.

Kurz gesagt:

  • Nagellampe: Licht wird über mehrere Nägel verteilt.
  • Bleachinglampe: Licht wird über einen großen Teil des Gebisses verteilt.
  • Dentale Polymerisationslampe: Licht wird über den Lichtleiter gezielt auf das Bondingmaterial konzentriert.

Halte die Lampe nah an die Bondingstelle

Auch bei einer guten Polymerisationslampe sind Abstand und Position wichtig.

Je weiter die Lampe vom Bondingmaterial entfernt ist, desto weniger effektives Licht kann die Behandlungsstelle erreichen. Halte den Lichtleiter deshalb entsprechend dem Protokoll so nah und so gerade wie möglich an den Tooth Gem, ohne das Schmuckstück zu verschieben.

Achte außerdem darauf, dass das Bonding rund um den Tooth Gem gut vom Licht erreicht wird.

Besonders wichtig bei goldenen Tooth Gems

Bei goldenen Tooth Gems und anderem undurchsichtigen Zahnschmuck kann das Licht nicht durch das Schmuckstück hindurchdringen.

Das Bondingmaterial muss daher von den zugänglichen Seiten ausreichend ausgehärtet werden. Positioniere die Polymerisationslampe sorgfältig und stelle sicher, dass das Bonding rund um das Schmuckstück gemäß Protokoll genügend Licht erhält.

Kontrolliere deine Polymerisationslampe regelmäßig

Auch eine professionelle Lampe kann mit der Zeit weniger effektiv arbeiten. Kontrolliere deshalb regelmäßig:

  • ob der Akku ausreichend geladen ist;
  • ob die Lampe korrekt funktioniert;
  • ob der Lichtleiter sauber ist;
  • ob sich ausgehärtete Bondingreste an der Spitze befinden;
  • ob der Lichtleiter beschädigt ist.

Ausgehärtete Bondingreste an der Spitze können einen Teil des Lichts blockieren und dadurch die effektive Lichtleistung reduzieren.

Wenn du mit dem BlinQ* Bondingsystem arbeitest, kombiniere Blue Etch, Primer und Glue gemäß BlinQ Protokoll mit einer geeigneten professionellen dentalen Polymerisationslampe*.

Die Lebensdauer einer Polymerisationslampe ist in der Regel kürzer, als viele Anwender erwarten. Während eine Bleachinglampe oft viele Jahre genutzt werden kann, liegt die durchschnittliche praktische Lebensdauer einer Polymerisationslampe bei professioneller Nutzung meist bei etwa 6 Monaten bis 2 Jahren.

Manche Lampen halten deutlich länger, eine Polymerisationslampe kann aber leider auch schon früher ausfallen. Die Lebensdauer hängt von der Qualität der Lampe, der Nutzungsintensität und vor allem davon ab, wie sorgfältig mit ihr umgegangen wird. Zusätzlich spielt auch ein wenig Glück eine Rolle: Zwei identische Lampen, die gleich verwendet werden, müssen nicht exakt gleich lange halten.

6 Monate bis 2 Jahre sind deshalb als durchschnittliche praktische Lebensdauer zu verstehen und nicht als garantierte Lebensdauer.

Warum hält eine Polymerisationslampe oft kürzer als eine Bleachinglampe?

Eine Polymerisationslampe hat eine ganz andere Funktion als eine Zahnaufhellungslampe.

Eine Bleachinglampe verteilt das Licht über einen größeren Bereich des Gebisses. Eine Polymerisationslampe muss dagegen über den Lichtleiter einen starken, konzentrierten Lichtstrahl auf eine sehr kleine Fläche richten, damit das dentale Bondingmaterial zuverlässig polymerisieren kann.

Eine Polymerisationslampe ist außerdem ein kompaktes Gerät, in dem eine leistungsstarke Lichtquelle, Akku, Elektronik und Lichtleiter zusammenarbeiten. Bei professioneller Nutzung wird die Lampe häufig mehrmals täglich eingeschaltet und regelmäßig aufgeladen.

Die Belastung und Anwendung unterscheiden sich daher deutlich von einer Bleachinglampe. Die Lebensdauer beider Gerätetypen lässt sich deshalb nicht direkt miteinander vergleichen.

Polymerisationslampen kosten von etwa 60 € bis über 1.500 €

Professionelle dentale Polymerisationslampen gibt es in sehr unterschiedlichen Qualitäts- und Preisklassen – von ungefähr 60 € bis über 1.500 €.

Für das professionelle Anbringen von Tooth Gems brauchst du glücklicherweise keine Lampe für mehrere hundert oder tausend Euro.

Wichtig ist vor allem, dass die Lampe:

  • ausreichend Lichtleistung liefert;
  • das Licht gezielt konzentriert;
  • für das verwendete Bondingmaterial geeignet ist;
  • zuverlässig funktioniert;
  • korrekt verwendet wird.

Unsere Metal-X und Speedy-X wurden speziell für das professionelle Aushärten von Tooth-Gem-Bonding entwickelt und liefern dafür ausreichend konzentrierte Lichtleistung.

Metal-X: Aushärtungszeit ca. 30 bis 60 Sekunden.
Speedy-X: schnelle Aushärtung in ca. 2 bis 10 Sekunden.

Mit nur wenigen professionellen Tooth-Gem-Behandlungen hat sich die Anschaffung einer solchen Lampe in der Regel bereits amortisiert.

Der Akku ist ein Verschleißteil

Eine kabellose Polymerisationslampe arbeitet mit einem wiederaufladbaren Akku. Genau wie bei einem Smartphone nimmt die Akkukapazität nach vielen Ladezyklen allmählich ab.

Bei intensiver Nutzung kann der Akku mit der Zeit:

  • schneller leer werden;
  • kürzer mit voller Leistung arbeiten;
  • häufiger geladen werden müssen;
  • schließlich ausfallen.

Dass die Lampe noch angeht, bedeutet daher nicht automatisch, dass sie noch dieselbe Leistung bringt wie im Neuzustand.

Der Lichtleiter ist empfindlich

Der Lichtleiter ist ein wichtiger Bestandteil der Polymerisationslampe. Über ihn wird das Licht konzentriert und zum Bondingmaterial auf dem Zahn geführt.

Da der Lichtleiter aus Glas besteht, kann er beschädigt werden, wenn die Lampe herunterfällt oder gegen eine harte Oberfläche stößt. Gehe deshalb sorgfältig mit der Lampe um und lege sie während der Behandlung an einem sicheren Ort ab.

Auf unsere Tooth-Gem-Polymerisationslampen gilt eine Garantie von 1 Monat. Der Glas-Lichtleiter ist von dieser Garantie ausgeschlossen.

Halte den Lichtleiter sauber

Kontrolliere regelmäßig das Ende des Lichtleiters.

Wenn die Spitze während des Aushärtens mit noch nicht polymerisiertem Bondingmaterial in Kontakt kommt, kann Bonding am Lichtleiter haften und dort aushärten.

Wenn das häufiger passiert, kann sich eine Schicht bilden, die einen Teil des Lichts blockiert. Die Lampe scheint dann weiterhin normal zu funktionieren, obwohl weniger effektives Licht tatsächlich das Bondingmaterial erreicht.

Vermeide deshalb direkten Kontakt des Lichtleiters mit feuchter Glue oder Bondingmaterial und halte die Spitze sauber.

Hitze ist nicht gut für die Polymerisationslampe

Hohe Temperaturen können Akku und Elektronik ebenfalls negativ beeinflussen.

Lasse die Lampe deshalb nicht längere Zeit:

  • in direkter Sonne liegen;
  • auf einer sonnigen Fensterbank stehen;
  • in einem heißen Auto zurück;
  • auf einer heißen Arbeitsfläche liegen;
  • ungeschützt in der Sonne auf einem Festival oder Event.

Wenn du regelmäßig mobil oder draußen Tooth Gems anbietest, solltest du die Lampe gut vor direkter Sonne und starker Hitze schützen.

Ein bisschen Glück gehört auch dazu

Auch wenn du deine Polymerisationslampe sorgfältig behandelst, kann sie früher ausfallen als erwartet. Elektronische Geräte unterscheiden sich immer etwas in ihren einzelnen Komponenten, Akkus und Bauteilen.

Eine Lampe kann problemlos mehrere Jahre funktionieren, während eine andere deutlich früher ersetzt werden muss.

Es gehört also auch ein bisschen Glück dazu. Das bedeutet jedoch nicht, dass Pflege und sorgfältiger Umgang unwichtig sind. Eine gute Behandlung der Lampe kann das Risiko vorzeitiger Probleme reduzieren und dazu beitragen, dass sie möglichst lange zuverlässig arbeitet.

Behandle deine Lampe deshalb sorgfältig:

  • nicht fallen lassen;
  • vor Hitze und direkter Sonne schützen;
  • den Lichtleiter sauber halten;
  • ausgehärtete Bondingreste an der Spitze vermeiden;
  • den Akku korrekt laden;
  • die Lampe nach Gebrauch sicher aufbewahren.

Wann sollte ich meine Polymerisationslampe ersetzen?

Achte unter anderem auf folgende Anzeichen:

  • der Akku ist deutlich schneller leer;
  • die Lampe lädt nicht mehr richtig;
  • die Lichtleistung scheint geringer zu werden;
  • die Lampe schaltet sich während der Nutzung unerwartet aus;
  • der Lichtleiter ist beschädigt;
  • die Lampe wird ungewöhnlich heiß;
  • die Funktion wird unregelmäßig;
  • das Bonding scheint trotz korrekt ausgeführtem Protokoll schlechter auszuhärten.

Wichtig: Nur weil noch blaues Licht aus der Lampe kommt, bedeutet das nicht automatisch, dass die Lichtleistung noch optimal ist.

Für professionelle Tooth-Gem-Anwendungen ist eine zuverlässige Polymerisationslampe ein wichtiger Bestandteil des Bondingprozesses. Wenn du Zweifel an der Leistung deiner Lampe hast, ist es besser, sie überprüfen oder ersetzen zu lassen, anstatt einfach nur die Aushärtungszeit immer weiter zu verlängern.