Tooth Gems & Zahnschmuck
Alles über Tooth Gems, Zahnkristalle, goldenen Zahnschmuck, BLINQ Bonding, Materialien und professionelle Anwendung.
Tooth Gems sind kleine Zahnkristalle, Steinchen oder Schmuckelemente, die mit einem speziellen dentalen Bondingsystem auf der Zahnoberfläche befestigt werden. Sie sind als Kristalle in unterschiedlichen Farben, Größen und Formen sowie beispielsweise als Zahnschmuck aus 18K oder 22K Gold erhältlich. Auch Opal kann als Zahnschmuck verwendet werden.
Bei einer professionellen Anwendung wird der Zahn weder angebohrt noch beschliffen. Der Tooth Gem wird mit Materialien, die für die professionelle dentale Anwendung geeignet sind, direkt auf der Zahnoberfläche befestigt.
Wie lange Tooth Gems halten, ist individuell verschieden. Professionell angebrachte Tooth Gems können mehrere Monate und manchmal sogar mehrere Jahre halten. Die Haltbarkeit hängt unter anderem von der Qualität der Anwendung, dem verwendeten Bondingsystem, der Position auf dem Zahn, dem Biss, der Mundhygiene, den Essgewohnheiten und der Nachsorge ab. Eine genaue Haltbarkeit kann deshalb niemals garantiert werden.
Viele Tooth-Gem-Profis bieten jedoch eine kurze Garantie auf die Platzierung, beispielsweise etwa 2 Wochen. Das bedeutet nicht, dass ein Tooth Gem nur zwei Wochen halten soll, sondern gibt dem Kunden Sicherheit, falls sich ein korrekt angebrachter Tooth Gem kurz nach der Behandlung löst.
Bei einer korrekten professionellen Anwendung müssen Tooth Gems den Zahnschmelz nicht dauerhaft beschädigen. Der Zahn wird weder angebohrt noch beschliffen. Der Zahnschmelz wird jedoch lokal vorbereitet, damit eine zuverlässige Verbindung zwischen Zahn und Bondingmaterial entstehen kann.
Für die Haltbarkeit ist nicht nur der Kleber entscheidend, sondern das gesamte Bondingprotokoll: Reinigung und Vorbereitung, korrektes Ätzen, Primer und Bonding, Positionierung, ausreichende Aushärtung und eine saubere abschließende Verarbeitung.
Das Ätzen des Zahnschmelzes erzeugt mikroskopische Rauigkeiten und Poren. Dadurch kann das Bondingmaterial eine stärkere mikromechanische Verbindung mit dem Zahnschmelz eingehen.
Das Ätzmittel muss dabei entsprechend dem Protokoll des verwendeten Systems eingesetzt werden. Längeres Ätzen bedeutet nicht automatisch eine bessere Haftung. Position, Menge, Einwirkzeit, sorgfältiges Spülen und Trocknen sind entscheidend.
Auch die Verarbeitung des Bondings rund um den Tooth Gem ist wichtig. Es muss genügend Material für eine sichere Befestigung vorhanden sein, überschüssiges Material, dicke Kanten oder ungleichmäßige Übergänge sollten jedoch vermieden werden. Eine glatte Oberfläche erleichtert außerdem die Reinigung.
Die zuverlässigste Haftung wird in der Regel auf gesundem natürlichem Zahnschmelz erreicht. Zahnform, Biss, Position und Größe des Schmuckstücks spielen ebenfalls eine Rolle.
Beim Abbeißen von hartem Obst, Karotten, knusprigem Brot oder Brötchen können erhebliche mechanische Kräfte auf den Tooth Gem wirken. Größere oder weiter hervorstehende Schmuckstücke können je nach Position leichter belastet werden als kleine Kristalle außerhalb des direkten Bisses.
In der Praxis halten Tooth Gems auf den Unterkieferzähnen häufig kürzer als im Oberkiefer. Dort ist oftmals weniger Platz vorhanden und der Kontakt mit Gegenzähnen, Zunge, Nahrung und Kaukräften kann stärker sein.
Vor der Behandlung sollte deshalb immer Zahn, Position, Biss und Größe des Tooth Gems beurteilt werden. Bei Kronen, Veneers, Kompositrestaurationen oder beschädigtem Zahnschmelz muss besonders sorgfältig geprüft werden, ob eine Platzierung sinnvoll ist.
Ja, man kann Tooth Gems entfernen, allerdings muss auch die Entfernung sorgfältig durchgeführt werden. Es geht nicht nur darum, den Kristall oder Zahnschmuck vom Zahn zu lösen. Nach der Entfernung können Bondingreste auf der Zahnoberfläche verbleiben. Diese müssen fachgerecht entfernt und die Oberfläche anschließend sorgfältig bearbeitet und poliert werden, ohne unnötig Zahnschmelz abzutragen.
Wir empfehlen deshalb, Tooth Gems vorzugsweise von einem Zahnarzt oder einer Dentalhygienikerin bzw. einem Dentalhygieniker entfernen zu lassen. Dort sind die geeigneten Instrumente und Fachkenntnisse vorhanden, um sowohl den Zahnschmuck als auch verbleibende Bondingreste kontrolliert zu entfernen und die Zahnoberfläche anschließend fachgerecht zu bearbeiten.
Versuche nicht, einen Tooth Gem selbst abzuziehen, abzuhebeln, abzukratzen oder mit einem scharfen Gegenstand zu entfernen. Selbst wenn sich der Schmuck relativ leicht löst, können Bondingreste auf dem Zahnschmelz zurückbleiben. Eine unsachgemäße Entfernung kann die Zahnoberfläche beschädigen.
Kann man Tooth Gems selbst zu Hause anbringen?
Von einer Anwendung zu Hause ohne entsprechende Schulung raten wir ab. Eine professionelle Tooth-Gem-Behandlung besteht aus mehreren Schritten und erfordert deutlich mehr Fachwissen, als lediglich einen Kristall auf einen Zahn zu kleben.
Der Zahn muss zunächst beurteilt, gereinigt und korrekt vorbereitet werden. Anschließend müssen Etch, Primer und Bonding nach dem richtigen Protokoll verwendet und mit einer geeigneten Polymerisationslampe ausreichend ausgehärtet werden. Auch die Menge des Bondings, die Verarbeitung rund um den Tooth Gem, seine Position auf dem Zahn und der Biss sind für Haltbarkeit und Reinigung wichtig.
Besonders wichtig ist die korrekte Anwendung von Etch. Etch ist ein säurehaltiges Produkt, das den Zahnschmelz lokal auf die Haftung vorbereitet. Bei falscher Anwendung kann die Säure das Zahnfleisch reizen oder schädigen und den Zahnschmelz unnötig angreifen. Sie sollte deshalb nur an der richtigen Stelle, in der richtigen Menge und für die vorgeschriebene Einwirkzeit verwendet werden.
Verwende niemals Nagelkleber, Sekundenkleber oder andere Klebstoffe, die nicht für dentale Anwendungen vorgesehen sind. Diese Produkte sind nicht für die Anwendung im Mund entwickelt und können gesundheitsschädlich sein sowie Zahn und umliegendes Gewebe schädigen.
Möchtest du Tooth Gems professionell anbringen lernen? Bei X-treme Smile kannst du eine Tooth-Gem-Schulung oder ein Starterset inklusive Training wählen. Dort lernst du das vollständige Protokoll für Vorbereitung, Ätzen, Platzierung, Bonding, Aushärtung, Verarbeitung, Hygiene, Nachsorge und Entfernung.
Swarovski, BLINQ und Zirkonia Tooth Gems eignen sich alle für professionelle Tooth-Gem-Anwendungen, unterscheiden sich jedoch in Material, Brillanz, Qualität und Preis.
Swarovski Tooth Gems
Swarovski Tooth Gems sind originale Swarovski-Kristalle und bekannt für ihren besonders präzisen Schliff, ihre Klarheit und ihre intensive, langanhaltende Brillanz. Sie sind in zahlreichen Farben, Größen und Formen erhältlich.
Swarovski ist meist die erste Wahl, wenn eine besonders hochwertige Kristalloptik und maximale Brillanz gewünscht werden.
BLINQ Tooth Gems
BLINQ ist unsere eigene Tooth-Gem-Marke. Wir haben die Kollektion als preislich attraktives professionelles Sortiment mit einer großen Auswahl an Farben, Formen und Größen entwickelt.
BLINQ-Kristalle bieten ein schönes Ergebnis und eignen sich hervorragend für professionelle Anwendungen. Bei einigen Farben und Ausführungen kann die Brillanz jedoch etwas weniger intensiv sein und mit der Zeit etwas früher nachlassen als bei Swarovski-Kristallen. Auch Schliff und Lichtreflexion sind bei Swarovski im Allgemeinen etwas feiner.
Dafür ist BLINQ preislich attraktiver und eignet sich hervorragend für Studios, die viele unterschiedliche Farben und Formen anbieten möchten.
Zirkonia Tooth Gems
Unsere Zirkonia Tooth Gems bestehen aus im Labor hergestellten Steinen mit einer besonders klaren, diamantähnlichen Optik. Zirkonia, auch Cubic Zirconia genannt, ist technisch gesehen kein echter Diamant, wird jedoch speziell hergestellt, um die Klarheit und Brillanz eines Diamanten nachzuahmen.
Durch Klarheit und Facettenschliff entsteht eine besonders luxuriöse Optik mit einem anderen Lichtspiel als bei klassischen Kristallen.
Bei X-treme Smile werden Zirkonia Tooth Gems einzeln angeboten und eignen sich besonders für luxuriöse, exklusive oder diamantähnliche Designs.
Welche Variante ist die richtige?
- Swarovski: hochwertige Kristallqualität, präziser Schliff und langanhaltende Brillanz.
- BLINQ: unsere eigene Marke, große Auswahl und attraktiver Preis; die Brillanz kann etwas weniger intensiv und langanhaltend sein als bei Swarovski.
- Zirkonia: im Labor hergestellter Stein mit luxuriöser, diamantähnlicher Optik und starker Brillanz.
Ja. Unsere goldenen Tooth Gems bestehen aus echtem Gold. Bei jedem Schmuckstück geben wir deutlich an, ob es aus 18 Karat (18K) oder 22 Karat (22K) Gold gefertigt ist.
Die Karatzahl gibt an, wie hoch der Anteil an reinem Gold ist. 24 Karat entspricht nahezu reinem Gold. Da reines Gold relativ weich ist, wird es für Schmuck üblicherweise mit anderen Metallen legiert, um es stabiler und besser verarbeitbar zu machen.
Was ist 18K Gold?
18K Gold besteht zu 75 % aus reinem Gold. Die restlichen 25 % bestehen aus anderen Metallen, die die Legierung stabiler machen.
18K Tooth Gems sind dadurch:
- stabil und formbeständig;
- gut für kleine und detaillierte Designs geeignet;
- für den normalen Gebrauch robust;
- etwas weniger intensiv gelb als 22K Gold;
- meist günstiger als vergleichbare Schmuckstücke aus 22K Gold.
18K Gold ist deshalb eine sehr beliebte Wahl für goldenen Zahnschmuck.
Was ist 22K Gold?
22K Gold besteht zu etwa 91,7 % aus reinem Gold. Durch den höheren Goldanteil besitzt es eine wärmere und intensivere goldgelbe Farbe.
22K Tooth Gems wirken besonders luxuriös und enthalten deutlich mehr reines Gold als Schmuckstücke aus 18K Gold.
Aufgrund des höheren Goldanteils ist 22K Gold jedoch weicher und formbarer als 18K Gold. Für sehr kleine oder detailreiche Designs kann 18K daher manchmal praktischer sein, während 22K häufig wegen seines hohen Goldgehalts und seiner kräftigen Goldfarbe gewählt wird.
18K oder 22K – was ist besser?
Beides sind echte goldene Tooth Gems. Die wichtigsten Unterschiede sind Goldgehalt, Farbe, Härte und Preis:
- 18K Gold: 75 % reines Gold, stabiler und etwas heller in der Goldfarbe.
- 22K Gold: ca. 91,7 % reines Gold, weicher und intensiver goldgelb.
- 24K Gold: nahezu reines Gold, für viele feine Zahnschmuckdesigns jedoch zu weich.
Welche Variante am besten geeignet ist, hängt vom gewünschten Design, der Optik und dem Budget des Kunden ab.
Die passende Tooth Gem Größe hängt von Größe und Form des Zahns, der gewünschten Optik und der Position des Kristalls ab.
Für runde Tooth Gems verwenden wir bei X-treme Smile folgende praktische Größeneinteilung:
- XXS – SS2: ca. 0,90–1,00 mm
- XS – SS3: ca. 1,00–1,30 mm
- S – SS4: ca. 1,30–1,60 mm
- M – SS5: ca. 1,60–1,80 mm
- L – SS6: ca. 1,80–2,10 mm
- XL – SS7: ca. 2,10–2,30 mm
Warum geben wir einen Größenbereich an?
SS2, SS3, SS4 usw. sind standardisierte Größenbezeichnungen, trotzdem hat nicht jeder einzelne Kristall exakt denselben Durchmesser.
Kleine Abweichungen können durch Marke, Hersteller, Schliff, Facettierung, Material, Produktionstoleranzen und unterschiedliche Produktserien entstehen.
Ein SS5 einer Marke kann deshalb minimal größer oder kleiner ausfallen als ein SS5 eines anderen Herstellers. Bei so kleinen geschliffenen Steinen sind geringe Unterschiede völlig normal.
Deshalb nennen wir bewusst einen ungefähren Größenbereich und kombinieren ihn mit den verständlicheren Größen XXS bis XL.
Warum verwenden wir XXS bis XL?
Die SS-Bezeichnungen stammen ursprünglich aus der Kristall- und Schmuckbranche und sind für Kunden häufig schwer einzuschätzen. Mit XXS, XS, S, M, L und XL lässt sich wesentlich leichter vermitteln, wie groß ein Tooth Gem ungefähr wirkt.
XXS und XS sorgen für einen sehr dezenten Sparkle und eignen sich besonders gut für Designs mit mehreren Steinen.
S und M sind beliebte Allround-Größen.
L und XL wirken deutlich auffälliger.
Dieselbe Größe kann je nach Zahn völlig unterschiedlich wirken. Außerdem sollten Biss und Position berücksichtigt werden. Je größer ein Tooth Gem ist, desto größer ist die Fläche, die beim Abbeißen oder Kauen getroffen werden kann. Dadurch kann ein größerer Stein beispielsweise durch hartes Obst, Karotten oder knusprige Brötchen stärker mechanisch belastet werden.
Die angegebenen Größen gelten als Richtwerte für runde Tooth Gems. Herzen, Sterne, Tropfen, goldener Zahnschmuck und andere Formen werden anders vermessen und lassen sich nicht immer direkt über SS-Größen vergleichen.
Ja. Wenn du mit dem BLINQ Tooth-Gem-Bondingsystem arbeitest, empfehlen wir, alle drei Schritte in der richtigen Reihenfolge anzuwenden. Die Produkte bilden gemeinsam ein System und jeder Schritt erfüllt eine eigene Funktion.
Schritt 1 – BLINQ Blue Etch
Blue Etch bereitet den Zahnschmelz auf die Haftung vor. Die Säure verändert die Oberfläche des Zahnschmelzes mikroskopisch, sodass das Bondingsystem zuverlässig haften kann.
Etch muss sorgfältig und entsprechend dem Protokoll angewendet werden. Es gehört ausschließlich auf den Bereich des Zahnschmelzes, auf dem der Tooth Gem befestigt werden soll. Eine falsche Anwendung, eine falsche Einwirkzeit oder Kontakt mit dem Zahnfleisch kann das Zahnfleisch reizen oder schädigen und den Zahnschmelz unnötig beeinträchtigen.
Mehr Etch oder eine längere Einwirkzeit bedeutet deshalb nicht automatisch eine bessere Haftung.
Schritt 2 – BLINQ Primer
Nach dem Ätzen wird BLINQ Primer aufgetragen. Der Primer bildet eine wichtige Verbindung zwischen der vorbereiteten Zahnoberfläche und der folgenden Bondingschicht.
Wird dieser Schritt ausgelassen, kann die Qualität und Vorhersagbarkeit der Haftung beeinträchtigt werden.
Schritt 3 – BLINQ Glue
Mit BLINQ Glue wird der Tooth Gem befestigt. Nachdem das Schmuckstück korrekt positioniert wurde, wird das Material mit einer geeigneten Polymerisationslampe ausgehärtet.
Auch die abschließende Verarbeitung ist wichtig. Es muss ausreichend Bondingmaterial für eine sichere Befestigung vorhanden sein, unnötig dicke Ränder und überschüssiges Material sollten jedoch vermieden werden.
Kann ich einen Schritt weglassen?
Beim BLINQ-System raten wir davon ab. Blue Etch, Primer und Glue erfüllen jeweils eine eigene Funktion und sind für die aufeinanderfolgende Anwendung vorgesehen.
Andere professionelle dentale Bondingsysteme können ein anderes Protokoll verwenden. Befolge deshalb immer die Vorgaben des jeweiligen Systems und kombiniere nicht beliebig Produkte aus unterschiedlichen Systemen.
Die richtige Lagerung von Tooth Gem Bonding Produkten ist wichtig für Funktion und Haltbarkeit des 3-Stufen-Bondingsystems von BlinQ*. BlinQ* Blue Etch, Primer und Glue müssen vor Wärme, Licht und Verunreinigungen geschützt werden.
Auf jedem Produktetikett befindet sich ein Thermometersymbol mit dem zulässigen Temperaturbereich für die Lagerung. Halte diesen Bereich immer ein. Besonders im Sommer ist dies wichtig, da die Temperaturen in einem Studio oder Behandlungsraum deutlich ansteigen können.
Arbeitest du mit Tooth Gems außerhalb des Studios, zum Beispiel auf einem Festival, Event oder einer anderen Außenlocation, solltest du besonders auf Temperatur und Sonneneinstrahlung achten. Lasse die Produkte niemals in direkter Sonne, auf einer Fensterbank, in einem heißen Auto oder auf einer sonnigen Arbeitsfläche liegen.
Tooth Gem Bonding Produkte richtig lagern
- Blue Etch, Primer und Glue innerhalb des Temperaturbereichs auf dem Etikett lagern;
- Produkte in einem verschließbaren, lichtundurchlässigen Behälter aufbewahren;
- jedes Produkt unmittelbar nach Gebrauch wieder verschließen;
- Produkte nicht unnötig offen auf der Arbeitsfläche stehen lassen;
- niemals direkter Sonneneinstrahlung aussetzen;
- Produkte nicht in einem heißen Auto liegen lassen;
- Primer und Glue besonders vor UV-Licht schützen;
- saubere Applikationsmaterialien verwenden und Verunreinigungen vermeiden;
- Haltbarkeitsdatum und Lagerhinweise auf dem Etikett beachten.
BlinQ* Blue Etch – Schritt 1
BlinQ* Blue Etch unmittelbar nach Gebrauch wieder verschließen. Eine benutzte Applikationsspitze nach der Behandlung entfernen und die Spritze mit dem vorgesehenen Verschluss aufbewahren. Blue Etch immer innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs und vor direkter Sonne geschützt lagern.
BlinQ Primer* – Schritt 2
BlinQ Primer reagiert empfindlich auf Temperaturschwankungen und UV-Licht.* Sonneneinstrahlung kann das Produkt beeinflussen und dazu führen, dass lichtempfindliche Bestandteile vorzeitig reagieren oder aushärten.
Deshalb verpacken wir unsere Primer in kleinen lichtundurchlässigen Beuteln, die UV-Strahlung blockieren. Bewahre den Primer möglichst in diesem Beutel auf, wenn du ihn nicht verwendest.
Nimm den Primer nur bei Bedarf aus der Schutzverpackung, verschließe ihn unmittelbar nach Gebrauch und lege ihn anschließend wieder in den lichtundurchlässigen Beutel. Lasse ihn nicht längere Zeit auf einer Arbeitsfläche, Fensterbank oder an einem anderen sonnigen Ort liegen.
BlinQ* Glue – Schritt 3
BlinQ* Glue ist ein lichthärtendes Produkt und muss deshalb besonders gut vor Licht geschützt werden. Tageslicht, direkte Sonne und das Licht einer Polymerisationslampe können das Produkt beeinflussen.
Glue unmittelbar nach Gebrauch verschließen und innerhalb des angegebenen Temperaturbereichs in einem lichtundurchlässigen Behälter aufbewahren.
Die Lagerhinweise und der Temperaturbereich auf dem Produktetikett sind immer maßgeblich.
Wenn ein Tooth Gem nicht hält, bedeutet das nicht automatisch, dass der Kleber nicht funktioniert. Die Haltbarkeit hängt vom gesamten Ablauf der Anwendung ab: Reinigung, Ätzen, Primer, Bonding, Aushärtung, Position des Schmuckstücks und Biss des Kunden.
Wenn Tooth Gems regelmäßig zu schnell abgehen, sollte das vollständige Protokoll Schritt für Schritt überprüft werden.
1. Der Zahn wurde nicht richtig gereinigt oder vollständig trocken gehalten
Für eine zuverlässige Haftung muss die Zahnoberfläche sauber und wirklich trocken sein. Speichel, Feuchtigkeit, Plaque oder andere Verunreinigungen können die Haftung deutlich reduzieren.
Nach dem Ätzen, Entfernen des Ätzgels, Spülen und Trocknen sollte auf der behandelten Stelle eine frostig-weiße, matte Fläche sichtbar sein. Das ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Zahnschmelz korrekt vorbereitet wurde.
Ab diesem Moment muss die Oberfläche auch trocken bleiben.
Kommt nach dem Ätzen erneut Speichel auf die behandelte Stelle, zum Beispiel weil der Kunde weiter spricht oder mit der Zunge Speichel von der Rückseite der Zähne nach vorne drückt, ist die Oberfläche erneut kontaminiert. Dann solltest du den entsprechenden Vorbereitungsschritt gemäß Protokoll wiederholen, bevor du weitermachst.
Praktisch hilft es, den Kunden zu bitten:
- die Zunge an den oberen Gaumen zu legen;
- den Mund während dieses Teils der Behandlung ruhig zu halten;
- nicht zu sprechen, bis der Tooth Gem positioniert und ausgehärtet ist.
Erkläre auch kurz warum: Speichelkontamination kann direkt beeinflussen, wie lange der Kristall hält. Kunden arbeiten meist besser mit, wenn sie verstehen, dass Sprechen oder Bewegen in dieser Phase die Haftung beeinträchtigen kann.
2. Blue Etch wurde nicht korrekt angewendet
Das Ätzen bereitet den Zahnschmelz auf die Haftung vor. Blue Etch sollte präzise auf der vorgesehenen Stelle aufgetragen und gemäß dem vorgeschriebenen Protokoll verwendet werden.
Nach der korrekten Einwirkzeit wird das Produkt entfernt, der Zahn gründlich gespült und anschließend getrocknet.
Eine korrekt geätzte Oberfläche sollte normalerweise frostig-weiß und matt aussehen.
Ist dieser Effekt nicht sichtbar oder wurde die Oberfläche durch Speichel erneut feucht, solltest du nicht einfach mit Primer und Glue weitermachen.
Längeres Ätzen oder mehr Blue Etch bedeutet nicht automatisch eine bessere Haftung. Halte dich immer an die vorgeschriebene Einwirkzeit.
3. Speichelkontamination nach dem Ätzen
Das ist eine der am häufigsten unterschätzten Ursachen dafür, dass Tooth Gems zu früh abgehen.
Ein Zahn kann perfekt geätzt sein, aber sobald erneut Speichel an die vorbereitete Oberfläche gelangt, kann die Haftung beeinträchtigt werden.
Das kann passieren, wenn:
- der Kunde spricht;
- die Zunge gegen die Rückseite der Zähne drückt;
- Speichel nach vorne zwischen oder entlang der Zähne gelangt;
- der Arbeitsbereich nicht ausreichend trocken gehalten wird.
Wenn das passiert, nicht einfach mit Primer und Glue fortfahren. Stelle die Vorbereitung entsprechend dem Protokoll wieder her, bevor du weiterarbeitest.
Ein Mundspreizer, gute Trockenlegung und klare Anweisungen an den Kunden machen hier einen großen Unterschied.
4. Primer wurde ausgelassen oder falsch angewendet
Primer bildet die Verbindung zwischen der vorbereiteten Zahnoberfläche und der Bondingschicht.
Wird dieser Schritt ausgelassen, falsch durchgeführt oder auf einer feuchten bzw. kontaminierten Oberfläche angewendet, kann die Haftung unzuverlässiger werden.
Wenn du mit dem BlinQ* System arbeitest, verwende Blue Etch, Primer und Glue in der richtigen Reihenfolge.
5. Es wurde zu wenig oder zu viel Bondingmaterial verwendet
Der Tooth Gem benötigt ausreichend Kontakt mit dem Bondingmaterial. Bei zu wenig Material kann die Haftfläche zu klein sein.
Mehr Glue ist aber nicht automatisch besser. Eine zu dicke oder unregelmäßige Schicht kann die Platzierung und das Finish erschweren.
Verwende ausreichend Material für eine sichere Befestigung und achte auf ein glattes, sauberes Finish rund um den Tooth Gem.
6. Das Bonding wurde nicht ausreichend ausgehärtet
Eine geeignete Polymerisationslampe ist entscheidend.
Achte auf:
- ausreichende Lichtleistung;
- richtigen Abstand zum Zahn;
- den korrekten Winkel der Lampe;
- ausreichende Aushärtungszeit;
- genügend Licht rund um den Tooth Gem.
Eine Lampe mit zu geringer Leistung, schwachem Akku oder falscher Positionierung kann dazu führen, dass das Bonding nicht vollständig aushärtet.
7. Die Position des Tooth Gems ist ungünstig
Nicht jede Stelle auf jedem Zahn ist gleich gut geeignet.
Tooth Gems auf den Unterkieferzähnen halten beispielsweise häufig kürzer als auf den Oberkieferzähnen. Dort gibt es meist weniger Platz und mehr Kontakt mit den gegenüberliegenden Zähnen, der Zunge, Nahrung und Kaukräften.
Kontrolliere deshalb vor der Platzierung immer den Biss des Kunden.
8. Der Tooth Gem ist groß oder wird mechanisch stark belastet
Ein größerer oder stärker hervorstehender Tooth Gem wird beim Essen und Abbeißen leichter getroffen.
Zum Beispiel bei:
- harten Äpfeln;
- Karotten;
- Baguette;
- knusprigen Brötchen;
- anderen harten oder knackigen Lebensmitteln.
Wird der Tooth Gem regelmäßig direkt belastet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er sich löst.
9. Die Zahnoberfläche ist nicht geeignet
Die zuverlässigsten Voraussetzungen für die Haftung bietet im Allgemeinen gesunder natürlicher Zahnschmelz.
Kronen, Veneers, Kompositrestaurationen oder beschädigter Zahnschmelz können anders auf das Bondingsystem reagieren.
Beurteile deshalb immer die tatsächliche Zahnoberfläche, bevor du den Schmuck platzierst.
10. Der Tooth Gem hat keine geeignete Klebefläche
Auch die Rückseite des Schmuckstücks spielt eine Rolle.
Nicht jeder beliebige Stein, Nail-Art-Kristall oder Dekorationsartikel ist automatisch für professionelles Tooth-Gem-Bonding geeignet.
Ein Tooth Gem sollte eine geeignete Oberfläche für professionelles Bonding besitzen.
11. Die Bondingprodukte wurden falsch gelagert
Blue Etch, Primer und Glue müssen korrekt gelagert werden.
Temperatur, UV-Licht und längere Sonneneinstrahlung können die Produkte beeinflussen.
Lagere sie innerhalb des auf dem Etikett angegebenen Temperaturbereichs und in einem verschlossenen, lichtundurchlässigen Behälter. Verschließe jedes Produkt unmittelbar nach Gebrauch.
12. Produkte verschiedener Systeme werden miteinander kombiniert
Ein professionelles Bondingsystem ist als vollständiges Protokoll entwickelt.
Das beliebige Kombinieren von Etch, Primer und Glue verschiedener Systeme kann zu weniger vorhersehbaren Ergebnissen führen.
Wenn du mit BlinQ* arbeitest, verwende Blue Etch, Primer und Glue gemeinsam gemäß dem BlinQ Protokoll*.
Meine Tooth Gems lösen sich immer wieder – was sollte ich kontrollieren?
Überprüfe systematisch:
Reinigung → Ätzen → frostig-weiße Oberfläche → vollständige Trockenhaltung → keine Speichelkontamination → Primer → Glue → Position → Aushärtung → Finish → Biss → Produktlagerung.
Besonders die Phase zwischen Ätzen und Bonding verdient viel Aufmerksamkeit. Eine perfekt vorbereitete Zahnoberfläche kann innerhalb weniger Sekunden erneut kontaminiert werden, wenn der Kunde spricht oder mit der Zunge Speichel zu den Zähnen drückt.
Bitte den Kunden deshalb ruhig darum, den Mund kurz stillzuhalten und die Zunge an den Gaumen zu legen. Das wirkt wie ein kleines Detail, kann aber einen deutlichen Unterschied für die Haltbarkeit des Tooth Gems machen.
Für die professionelle Anwendung von Tooth Gems brauchst du eine geeignete Polymerisationslampe für Tooth Gems. Verwende dafür eine professionelle dentale Polymerisationslampe, die zum verwendeten Bondingmaterial passt.
Eine korrekte Aushärtung ist entscheidend für die Haltbarkeit. Selbst wenn der Zahn richtig gereinigt, geätzt und vollständig trocken gehalten wurde und Primer sowie Glue korrekt aufgetragen wurden, kann eine unzureichende Aushärtung dazu führen, dass sich der Tooth Gem schneller löst.
Warum braucht man eine spezielle Polymerisationslampe?
Der Unterschied liegt nicht nur in der Farbe oder Wellenlänge des Lichts, sondern auch darin, wie das Licht auf das Bondingmaterial gerichtet wird.
Bei einer professionellen dentalen Polymerisationslampe wird das Licht über einen Lichtleiter auf eine kleine Behandlungsfläche konzentriert. Dadurch gelangt eine hohe Lichtmenge genau dorthin, wo das Bonding ausgehärtet werden muss.
Das unterscheidet sich deutlich von Lampen, die entwickelt wurden, um eine größere Fläche gleichzeitig zu beleuchten.
Worauf sollte man bei einer guten Polymerisationslampe achten?
Wichtig sind unter anderem:
- eine zum Bondingmaterial passende Wellenlänge;
- ausreichende Lichtintensität;
- ein konzentrierter Lichtstrahl;
- die vorgeschriebene Aushärtungszeit;
- der richtige Abstand zum Bondingmaterial;
- der korrekte Winkel der Lampe;
- ein ausreichend geladener Akku;
- ein sauberer Lichtleiter ohne ausgehärtete Bondingreste.
Befolge immer das Aushärtungsprotokoll des verwendeten Bondingsystems.
Kann ich eine UV- oder LED-Nagellampe verwenden?
Wir empfehlen keine UV- oder LED-Nagellampe für Tooth Gems.
Eine Nagellampe ist dafür entwickelt, Gel oder andere Nagelprodukte auf mehreren Nägeln gleichzeitig auszuhärten. Das Licht wird deshalb über eine relativ große Fläche verteilt.
Eine dentale Polymerisationslampe funktioniert anders. Das Licht wird über den Lichtleiter gezielt auf eine kleine Fläche konzentriert, genau dort, wo das dentale Bondingmaterial ausgehärtet werden soll.
Nur weil eine Nagellampe blaues oder UV-Licht abgibt, bedeutet das also nicht, dass das Bondingmaterial dieselbe effektive Lichtintensität erhält.
Auch Wellenlängenbereich und Aushärtungsleistung können von dem abweichen, was das dentale Bondingmaterial benötigt.
Kann ich meine Zahnaufhellungslampe verwenden?
Auch eine Zahnaufhellungslampe ist kein Ersatz für eine dentale Polymerisationslampe.
Eine Bleachinglampe ist dafür ausgelegt, einen großen Teil des Gebisses gleichzeitig zu beleuchten. Das Licht wird also auf mehrere Zähne und eine große Fläche verteilt.
Beim Tooth-Gem-Bonding braucht man das Gegenteil: konzentriertes Licht auf einer kleinen, präzisen Fläche.
Eine Bleachinglampe kann sehr hell und leistungsstark wirken, aber das bedeutet nicht, dass an der Bondingstelle dieselbe effektive Lichtintensität ankommt wie bei einer dentalen Polymerisationslampe.
Kurz gesagt:
- Nagellampe: Licht wird über mehrere Nägel verteilt.
- Bleachinglampe: Licht wird über einen großen Teil des Gebisses verteilt.
- Dentale Polymerisationslampe: Licht wird über den Lichtleiter gezielt auf das Bondingmaterial konzentriert.
Halte die Lampe nah an die Bondingstelle
Auch bei einer guten Polymerisationslampe sind Abstand und Position wichtig.
Je weiter die Lampe vom Bondingmaterial entfernt ist, desto weniger effektives Licht kann die Behandlungsstelle erreichen. Halte den Lichtleiter deshalb entsprechend dem Protokoll so nah und so gerade wie möglich an den Tooth Gem, ohne das Schmuckstück zu verschieben.
Achte außerdem darauf, dass das Bonding rund um den Tooth Gem gut vom Licht erreicht wird.
Besonders wichtig bei goldenen Tooth Gems
Bei goldenen Tooth Gems und anderem undurchsichtigen Zahnschmuck kann das Licht nicht durch das Schmuckstück hindurchdringen.
Das Bondingmaterial muss daher von den zugänglichen Seiten ausreichend ausgehärtet werden. Positioniere die Polymerisationslampe sorgfältig und stelle sicher, dass das Bonding rund um das Schmuckstück gemäß Protokoll genügend Licht erhält.
Kontrolliere deine Polymerisationslampe regelmäßig
Auch eine professionelle Lampe kann mit der Zeit weniger effektiv arbeiten. Kontrolliere deshalb regelmäßig:
- ob der Akku ausreichend geladen ist;
- ob die Lampe korrekt funktioniert;
- ob der Lichtleiter sauber ist;
- ob sich ausgehärtete Bondingreste an der Spitze befinden;
- ob der Lichtleiter beschädigt ist.
Ausgehärtete Bondingreste an der Spitze können einen Teil des Lichts blockieren und dadurch die effektive Lichtleistung reduzieren.
Wenn du mit dem BlinQ* Bondingsystem arbeitest, kombiniere Blue Etch, Primer und Glue gemäß BlinQ Protokoll mit einer geeigneten professionellen dentalen Polymerisationslampe*.


